Aktuelles 1718-26 - Gymnasium "Friedrich Schiller" Bleicherode

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Dem tapfersten Publikum der Welt …

… war die über mehrere Schülergenerationen beliebte Tragödie aufgeführt worden. Warum schon wieder Shakespeare? Warum Romeo und Julia? Gibt es nichts Anderes? Für unsere Neuntklässler scheinbar nicht. Sie haben sich für dieses klassische Werk entschieden und mit einem außergewöhnlichen Engagement umgesetzt. Auch wenn die Stimmen der männlichen Parts nicht immer so kraftvoll erklangen, vermittelten sie ihre Rolle mit den ihnen eigenen Mitteln. Die werkbedingten Ortswechsel wurden durch die zur eigenen Bühnenschau gereiften Umdekorierung der Szenerie zur eigenen Attraktion. Des Weiteren traten mehrere Allegorien als „Tod“, „doppelte Liebe“ und „Pech“ auf und in Interaktion mit den Protagonisten. An dem von Shakespeare nie besuchten Handlungsort des Dramas, Verona, konnte es nie so heiß gewesen sein, wie an diesem Vorstellungsabend in der nunmehr alten Aula des Schillergymnasiums in Bleicherode. Deshalb bewies das Publikum eine außergewöhnliche Durchhaltekraft, die dem Dahinschmelzen für die Liebe eine neue Dimension gab. Aber auch die Schauspieler forderten alles von sich: ob ihre historisierenden Kostüme sie in ihrer Rolle bestärkten, ihre Textkenntnisse oder der musikalische Rahmen sie von Szene zu Szene führten, sei ebenfalls anerkannt. Die Hauptsache ist, dass die einjährige Arbeit nicht nur viel Schweiß gekostet, sondern sich auch gelohnt hat. Wie lange wirken aber die Klänge des Applaus` nach und geben Kraft für ähnliche Selbstbewusstsein fordernde Projekte?

Sigrid Winter
 
 
 
 
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